Dienstag, 18. Juli 2017

1 Jahr nach dem Brand

Hallo meine Lieben!
Am 04.07.2017 war der Brand nun schon ein Jahr her!
 
Unser altes zu Hause fehlt mir nach wie vor und auch wenn man sich die Bilder anschaut dann möchte man am liebsten nur weinen, denn es ist nachwievor für mich einfach nicht zu verstehen, wie es zu so einem Brand kommen konnte wo noch am Tag zu vor alles gut war.
 
Ich war gerade zwei Wochen aus der Klinik raus und am Sonntag noch mit Mama im Kino zu Smaragdgrün von Kerstin Gier. Wir hatten Spaß und haben gelacht. Es war ein toller Tag.
Montag morgen dann wache ich dann auf und ich höre nur ein knallen und gehe ins Wohnzimmer, wo auch schon das Telefon anfing zu klingeln. Ich gehe ran und höre unsere Neue Vermitterin, dass ich unserer Nachbarn wecken soll und wir aus dem Haus sollen, da es Brennt. Ich war so in Panik habe nach unserem Nachbarn im Treppenhaus geschrien und an seine Tür geklopft.
 
Als er die Tür öffnete hatte er nicht wirklich verstanden was los war. Er ging dann zuerst runter und schaute nach. Als er nach kurzer Zeit wieder kam, gingen wir dann gemeinsam runter und standen dann unten am Eingang. Ich habe mich nicht raus getraut, da immer Ziegel vom Dach runter kamen. Wir standen dann dort und wenig später kam schon der Pächter mit einer Axt und wollten uns anscheinend raus holen obwohl wir schon unten waren. Nach dem die Pächter auch gesagt haben, wir müssen raus, sind wir dann raus gelaufen.
 
Draußen wurde ich dann gefragt ob wir nichts mit bekommen haben, dass es brennt, da es schon eine halbe Stunde brannte. Äh nein, wir haben nichts mitbekommen. Naja die Pferde wurden zuerst raus geholt aus den Boxen und dann erst wir.
 
Ich habe dann von der Notärztin vor Ort eine Tablette zur Beruhigung bekommen und war froh als meine Eltern endlich auch nach Hause kamen von der Arbeit. So war ich nicht mehr alleine.
Es ist kein schönes gefühl wenn das Zuhause wo man groß geworden ist und so viele Jahre gewohnt hat an nur einem Tag zerstört wurde durch ein Feuer!
 
Aber wir haben eines gelernt, in schweren Zeiten rücken alle näher zusammen und Helfen einem. Für dass wir unendlich dankbar sind.
 
Auch wenn wir nun ein Jahr eine tolle neue Wohnung haben fehlt mir nach wie vor unser altes zuhause. Irgendwie bin ich hier in der neuen Wohnung noch nicht richtig angekommen, auch wenn ich ein tolles neues Zimmer Eingerichtet habe fehlt mir mein altes Zimmer doch noch sehr.
 
Liebe Grüße
 Sanne

1 Kommentar:

  1. Wenn man weiß, wie das Haus vorher ausgesehen hat, und wie es sich anfühlte, dort zu wohnen, dann packt einen beim Anblick dieser Bilder das kalte Grausen.
    Dennoch: Wir sind heil rausgekommen. Wir sind am Leben!
    Und Leben heißt: Wir haben die Chance, aus jedem unserer Tage einen guten Tag zu machen.

    Danke für's Wecken, Sanne!
    Dein Nachbar

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